Mat und Anmat

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Mat und Anmat bezeichnet die keltischen Worte für Gut und Ungut bzw. Günstig und Ungünstig oder gerade und ungerade.Die Bezeichnungen sind unter anderem auf dem Coligny Kalender anzutreffen wo sie günstige und ungünstige Tage anzeigen, die Bedeutung kann entweder darauf bezogen sein ,daß die Tage als gut bzw. ungut für Unternehmungen, Prophezeiungen oder Opfer betrachtet werden oder ,daß sie als aus dem Blick der Zeitrechnung grade und ungrade gelten.Das Mat - Anmat Konzept beruht auf der selben Vorstellung von Polarität wie Samos - Giamos und Albios - Dubnos bzw. Devi und Andedi sowie vielleicht Recto und Druco.Aus philosophischer Hinsicht ist interessant ,daß es für die Kelten kein Böse gab sondern sich das schlechte als das dem Guten oder Günstigen gegenüberliegende UN-Gute bzw. Un-Günstige definiert.Das "Schlechte" oder "Böse" ergibt sich also in keltischer Sicht aus der Abwesenheit des Guten, wobei das Gute aber auch auf seinen Gegenpol angewiesen ist um als solches erkennbar zu werden.Matunos bzw. Matutinus ist ebenfalls der Name eines Gottes und umschreibt dichterisch den Bären als Der Gute.Das Konzept des Guten oder Günstigen hängt also wahrscheinlich auch mit der Vorstellung von Stärke oder Kraft zusammen.In der inselkeltischen Mythologie lässt sich die Polarität mit dem Göttlichen Brüderpaar Nisyen und Efnisyen in Verbindung sehen.

Das Motiv der kämpfenden zwei Stiere wird oft als Widerstreit von Mat und Anmat gedeutet.